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Zyklische Veranstaltungen

Unser Freilichtmuseum will das Gesamtbild des Lebens auf dem Lande, das durch den Vegetationszyklus,  die Jahreszeitwenden, Ordnung der Bauerarbeiten und durch den liturgischen Kalender bestimmt war, zeigen. Das alles hatte einen großen Einfluss auf das Gesamtbild der kulturellen Landschaft des Landes in Orawa, was heute leider in vielen Fällen unwiederbringlich schwindet. Wir bemühen uns darum, um außer der architektonischen Präsentation der Wohn-, Wirtschafts- oder Sakralgebäude auch die Orawer Kultur durch zyklische Veranstaltungen, die der Erinnerung und Veranschaulichung sowie auch dem Bewahren vom Vergessen verschiedener Bräuche und Sitten dienen, die einst das nicht materielle Erbe von Arwa bildeten, näherzubringen. Im diesen Zusammenhang trugen sich in den Kalender der zyklisch organisierten Veranstaltungen folgende Ereignisse ein:

Abend der Weihnachtslieder- am meistens in der ersten Januarwoche, es knüpft an die Tradition der gemeinsamen Singerei der Weihnachtslieder an. Dem Singen begleiteten die Orawer Kapelle und ein kleiner Imbiss. Wir ermuntern auch alle, miteinander Weihnachtswünsche auszutauschen, indem man auch eine Oblate bricht.

Skubarki – das Fest knüpft an den alten Brauch des gemeinsamen Rupfens der Federn an. Dabei übt man auch andere Arbeiten aus, die in der Karnevalszeit üblich waren. Das Ziel des Treffens ist die Integration der Kreise, die sich für alte Bräuche interessieren. Wir bemühen uns jedoch darum, dass diese Begegnungen der Volkskultur dienen und einen generationsübergreifenden Charakter haben.

Der Wettbewerb um das schönste, traditionelle Orawer Osternkörbchen – es wird alljährlich am Karsamstag in der Schneemuttergottes Kirche aus Tokarnia im Freilichtmuseum organisiert. Außer dem Wettbewerb, in dem man auf traditionellen Inhalt und Schmuck des Körbchens achtet, findet auch die Einweihung der Nahrung statt. Jedes Jahr wollen wir den Zuschauern in attraktiver Form die Osternbräuche präsentieren.

Stellen von Moj (‚Die ist meine‘) - Ende April/ Anfang Mai. In Arwa überstand eine interessante Tradition – Stellen von Moj. Dieser Brauch ist mit Frühlingseintreten und mit Brauch, der für diese Jahreszeit charakteristisch ist. Moj werden vom 30. April auf 1. Mai, in der Nacht des Hl. Philip und Jakob gestellt. Ein ausgewählter entsprechender Baum – eine  Fichte, Kiefer oder Tanne wird gefällt und entrindet aber auf dem Gipfel der langen Stange bleibt die restliche Baumkrone, die man mit bunten Papierbänden schmückte. So vorbereitetes Moj stellte ein Junggeselle an dem Haus seiner Liebe. Diese dagegen war verpflichtet, den Jungen mit einem Imbiss am zweiten Tag der Pfingsten, als man das Moi fällen ließ, zu bewirten. Am späten Nachmittag sammelten sich die Jungen und die Mädchen zusammen mit Musik um ihr Moi herum, man ließ das Bäumchen fällen, dann zerhackte man es, man machte einen Scheiterhaufen und am Ende anzündete man ihn. Es war der Anfang der ganznächtlichen Feier beim Lager.

Wochenenden mit Vorführungen – Sie werden im Freilichtmuseum  in der Frühlings- Sommersaison organisiert. Es sind Veranstaltungen, die an verschiedene Feste und Bräuche anknüpfen. Sie machen das Freilichtmuseum lebendiger. An vielen Gebäuden haben die Besucher die Möglichkeit, außer Besichtigung, auch ihre eigenen Kräfte an verschiedenen Hausarbeiten zu erproben und die Arbeit von Landesbetriebsindustrie zu sehen.

 

Orawer Allerseelen – im November zyklische Ereignisse in wärmer Atmosphäre, die der Nachdenklichkeit dienen, bezwecken die Erinnerung an Orawer, die sich um dieses Gebiet verdient machten – Sozialaktivisten, Folkloristen, Künstler, Lehrer, Kultur- und Kunstleute. Die Erinnerungen bei Orawer Musik haben einen biografischen Charakter, manchmal sehr persönlich. Die Erinnerung bereiten am meisten die Familie, Freunde, Bekannten, Schüler, die sowohl das Leben und Verdienst, als auch eigene Erinnerungen bezüglich der Gestorbenen vor.

Außer der oben erwähnten Ereignissen trugen sich in den Veranstaltungskalender auch feste Lyrik- und Literaturabende ein. Es sind die Begegnungen mit Dichtern und Literaten, die aus Orawa stammen, oder ihre Liebhaber sind. Diese Begegnungen ermöglichen ihnen ihre Persönlichkeit, künstlerisches Schaffen zu präsentieren als auch die direkte Kontaktaufnahme mit Leseraten, Bewohnern, Schülern aus Orawa und mit den Enthusiasten von Orawa. Die Begegnungen finden im Herbst statt.

Das wichtigste organisierte durch Freilichtmuseum Ereignis ist jedoch seit 2002 das Fest der Blaubeere. Es ist die größte, zyklische Freilichtveranstaltung mit ethnografischen Volkscharakter, die sich am letzten Julisonntag im Museum stattfindet. Das Programm basiert auf  Auftritten der Regional-und Volksband, der Präsentation des ehemaligen Handwerks, der polnischen und slowakischen Regionalspeisen und des Tanzes sowie der Regionalmusik. Das Fest der Blaubeere begleiten Volks- und Professionellkunstmärkte, Wettbewerbe, Kostprobe von Regionalspeisen sowie viele andere Attraktionen für Erwachsene und Kinder. Gleichzeitig bemühen wir uns, dass dieses Fest nicht üblich war. Wir bewerben das traditionelle Handwerk und Authentizität – das, was am schönsten an der Volkskultur ist. Zu unseren festen Partnern gehören u.a. - der Babiogórski Nationale Naturschutzpark, Staatswälder, Orawer Kulturzentrum Jabłonka und am Gemeindeamt Kulturzentrum Lipnica Wielka.